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Saftiges Wissen

Alles Wissenswerte über die Kunst der Saftproduktion – von der Fruchtauswahl bis zur Abfüllung.

Saftiges Wissen

Erfrischende Fakten und Geheimnisse der Fruchtwelt

Haben Sie sich schon immer gefragt was der Unterschied zwischen Saft und Nektar ist oder wieso der Zuckergehalt in Fruchtsäften so hoch ist?! Dann sind Sie hier genau richtig! Wir beantworten hier die meist gestellten Fragen, welche uns erreichen kurz und knapp damit Sie direkt ihre Antwort haben.  

Falls Ihre Frage nicht dabei ist, schreiben uns gerne an und wir beantworten sie. 

Zu mehr Informationen über die Branche, besucht gerne die Internetseite unseres Verbands www.fruchtsaft.de. 

Konzentrat ist Saft, welchem das Wasser entzogen wurde. Dies geschieht unter Vakuum bei niedrigen Temperaturen. Dadurch wird der Saft zum einen haltbarer gemacht und zum anderen das Transportvolumen verringert. Konzentrat wird niemals künstlich hergestellt, sondern lediglich das Wasser entzogen.

In Säften (ausgenommen Nektar und Fruchtsaftgetränke) wird kein Zucker hinzugefügt. Der enthaltene Zucker kommt nur von den Früchten selber. Da diese bereits einen hohen Zuckeranteil haben, kommt dieser 1:1 auch in den Saft.

Wir stellen Nektar nur dann her, wenn der Saft pur nicht zu genießen wäre aufgrund von Säure oder Sämigkeit. Sauerkirsche, Rhabarber und Maracuja zum Beispiel wären zu sauer um diese zu trinken und Banane wäre mehr ein Püree als ein Saft. Aus diesem Grund verdünnen wir das Püree oder den Saft und fügen Komponenten hinzu wie Zucker oder Säuerungsmittel, um den Saft genießbar und haltbarer zu machen. Schlechter ist er dadurch aber nicht, sondern besser.

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Durch die vielen positiven Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, sind Fruchtsäfte gesund. Sogar die deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt, dass man eine der empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse pro Tag, durch einen Saft ersetzen kann. Ebenfalls gibt es viele Studien und Untersuchungen, die die positive Wirkung von Frucht- und Gemüsesäften bewiesen haben. Auch hierzu findet ihr bei unserem Verband nähere Informationen.

Ein Fruchtsaftgetränk hat den geringsten Fruchtsaftanteil von den drei Getränkevarianten von Fruchtsaft. Dies wird dann meistens gemacht, wenn die Rohware durch Wetter- und Erntebedingungen so teuer ist, dass die einzige Alternative gar kein Saft mit dieser Rohware wäre.

Saft wird aus der jeweiligen Frucht oder Gemüse gewonnen. Dazu wird die Frucht zerkleinert oder aufgeschnitten und der enthaltene Saft herausgepresst. Je nach Frucht kommen dazu unterschiedliche Maschinen zum Einsatz. Der gepresste Saft wird anschließend separiert und filtriert, um unerwünschte Trubstoffe zu entfernen. Je nach Bedarf wird der Saft anschließend als Direktsaft abgefüllt oder zu Konzentrat weiterverarbeitet.

Wir Deutschen sind Weltmeister in Fruchtsaft trinken. Mit 26,0 l Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr trinken wir am meisten. Um die Nachfrage zu decken, gibt es 305 deutsche Fruchtsafthersteller, wobei die 9 größten über 70 % des Branchenumsatzes machen. Die beliebtesten Säfte sind Orangensaft, Apfelsaft und Multivitaminsaft.

Wir beziehen unsere Äpfel und unseren Rhabarber aus der Umgebung. Nur wenn wir unsern Bedarf hier nicht decken können, beziehen wir auch Äpfel aus anderen Teilen Deutschlands oder Umgebung wie Altes Land oder der Niederlande. Bei Obst und Gemüse, welches in Deutschland heimisch ist, beziehen wir diesen auch hierher. Allerdings Exoten wie Banane, Maracuja oder auch Ananas beziehen wir aus Übersee.

Durch das große Volumen von Direktsaft gegenüber Konzentrat (siehe Frage 1), würden wir die Umwelt wesentlich mehr belasten, durch mehr Schiffs- und LKW-Verkehr. Zum Teil bis zum 7-fachen mehr als gegenüber Konzentrat. Aus diesem Grund beziehen wir bei weiten Anlieferungswegen unsere Rohware als Konzentrat anstelle von Direktsaft. Im Übrigen hat die Stiftung Warentest in ihrem Test im März 2014 bestätigt, dass Säfte aus Konzentrat qualitativ genauso gut sind wie Direktsäfte.

Generell haben unsere Säfte eine Mindesthaltbarkeit von anderthalb (z.B. Orangensaft) bis zu drei Jahren (Sauerkirsche & schwarze Johannisbeere). Üblicherweise ist auch weit nach Ablauf des MHD der Saft noch genießbar. Hier empfiehlt es sich nach dem Prinzip „Sehen, Riechen, Schmecken“ den Saft auf möglichen Verderb zu überprüfen.

Der Großteil unserer Produkte ist vegan. Eine Übersicht findet Ihr hier.

Glas schützt die Inhaltsstoffe und die Qualität am besten, da es keine Stoffe an den Saft abgibt. Ebenso ist es eine sehr umweltfreundliche Verpackung, da eine Mehrweg-Glasflasche bis zu vierzig Mal wieder befüllt werden kann. Aus diesem Grund füllen wir schon immer in Glas ab. Schaut einmal unter „Über Uns“ und dann unter „Werte“ nach, da steht noch einiges mehr.

Die Pasteurisation, also das kurzzeitige Erhitzen des Saftes auf ca. 85 °C, macht den Saft Keimfrei. Dadurch erhält er seine lange Haltbarkeit. Die Temperatur und die Heißhaltezeit sind so gewählt, dass der Saft nur solange heiß bleibt wie unbedingt nötig. Der Großteil der enthaltenen Vitamine, Polyphenole und Mineralstoffe kann somit erhalten werden.

Wir pressen unsere Apfelsäfte selber. Gerne verwenden wir hierfür eure Äpfel aus dem Garten. Für mehr Informationen besucht unsere Seite über „Lohnmost“

Bei Traubensaft kann es zuweilen vorkommen, dass sich am Boden Glasähnliche Kristalle sammeln. Hierbei handelt es sich um Weinstein-Kristalle. Diese entstehen, wenn der Traubensaft stark runterkühlt. Dann fällt die enthaltene Weinsäure verstärkt als Calciumtartrat aus. Daher werden z.B. Rotweine dekantiert, um vorhandenen Weinstein zu entfernen. Weinstein stellt ein Qualitätsmerkmal im Traubensaft dar und hat keine schädlichen Auswirkungen.

Jede Flasche wird nach einer intensiven Reinigung mit heißer Lauge und Wasser auf mögliche Fremdkörper, Laugenreste oder Beschädigungen überprüft. Defekte Flaschen werden automatisch aussortiert und entsorgt. Erst nach erfolgreicher Überprüfung wird die Flasche mit heißem Saft gefüllt und unmittelbar danach verschlossen. Im Füll- und Verschließbereich verhindern Abdeckungen, dass ein Fremdkörper in der Flasche landet.

Der Begriff Muttersaft wird häufig in der Obstsaftproduktion verwendet. Es ist ein unverarbeiteter Saft aus frischen und reifen Früchten. Der Muttersaft hat daher einen besonderen Geschmack und ist reich an Vitaminen, Mineralien und
sekundären Pflanzenstoffen.

Die Familienkelterei Josef Möller verwendet nur die besten Früchte und sorgt dafür, dass bei der Produktion keine künstlichen Zusätze oder Süßstoffe verwendet werden, um die natürliche Qualität des Saftes zu bewahren.

Direktsaft ist ein Fruchtsaft, der direkt nach dem Pressen abgefüllt wird, ohne dass er konzentriert oder verdünnt wird. Im Gegensatz zu Fruchtsaft aus Konzentrat bewahrt Direktsaft den ursprünglichen Geschmack und die Nährstoffe der Frucht, was ihn besonders frisch und naturbelassen macht.